20180827 Berlin Reichstag 1Die Bundeshauptstadt hat eine besondere Anziehungskraft auf den Eifelverein Münstermaifeld. So fand der Vorschlag “Wir fahren nach Berlin“ gleich Zustimmung, obwohl die Ortsgruppe zuvor schon dreimal dort gewesen war. Diese lebendige Großstadt hat für Besucher auch viel zu bieten: Geschichtsträchtige Orte, tolle Baudenkmäler als Einzelmonument oder als Ensemble mit anderen, quirliges Leben,

und man sieht mal Dinge in Natura, die das Fernsehen dem Zuschauer täglich präsentiert: das Reichstagsgebäude mit dem Touristenmagneten Glaskuppel, das Brandenburger Tor, den Neubau des Stadtschlosses, den Berliner Dom und so viele andere Sehenswürdigkeiten. Zudem ist es für Leute vom Land reizvoll, sich im Spinnennetz von U-Bahnen, S-Bahnen, Tram- oder Buslinien zurechtzufinden, um zu dem Ziel zu gelangen, das man ansteuern möchte. Solange man in der Gruppe dem ortskundigen Vorsitzenden hinterherlaufen kann, ist die Orientierung kein Problem. Auf sich alleine gestellt, ist die Bewegung in öffentlichen Verkehrsmitteln recht knifflig.
Zum Ablauf der Berlin-Reise: Am 25.08. machten wir uns mit der Deutschen Bundesbahn auf den Weg. Da galt es, wenn man umsteigen musste, den Anschlusszug pünktlich zu erreichen. In Köln, wo das Umsteigen geplant war, kamen wir verspätet an, und der Anschlusszug mit Platzreservierung war abgefahren. Wir mussten mit unseren Koffern im Gedränge des Bahnsteigs eine Stunde auf den Folgezug warten. Dann klappte die Fahrt zum Hauptbahnhof Berlin aber problemlos. Unser Hotel war uns aus vorherigen Aufenthalten bekannt, und wir bezogen etwas erleichtert unsere Zimmer.
Neben Zeit für eigenständige Unternehmungen war ein Programm für gemeinsame Besichtigungen geplant. Am folgenden Tag hatten wir eine Führung in der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ und einen Besuch der Hinrichtungsstätte Plötzensee. Hier wurden jeweils mit Dokumenten belegte Schicksale von Menschen dargestellt, die unter der Naziherrschaft gewaltsam ihr Leben verloren. Beide Orte verließen wir mit großer Nachdenklichkeit: “Wie konnte es so weit kommen?“
Der folgende Vormittag galt dem Besuch im Reichstag/Bundestag. Wir waren angemeldet, ließen eine eingehende Kontrolle über uns ergehen und wurden in den Plenarsaal geleitet. Dessen Zuschauerränge waren fast voll besetzt und ein Herr verstand es, lebendig über das parlamentarische Leben zu informieren. Dann ging es mit dem Lift zur gläsernen Kuppel und der grandiosen Aussucht über die Stadt. Der Nachmittag galt der Information über den Wiederaufbau des barocken Stadtschlosses. Gespannt lauschten wir dem Vortrag eines sehr sachkundigen Mitarbeiters, der über die Geschichte dieses wunderbaren Kulturdenkmales referierte. Ihm gelang es, für diesen Zweck manche Spende locker zu machen. Dafür gab es dann eine Quittung und eine Urkunde.
Nahe beim Schlossneubau erhebt sich der monumentale Berliner Dom. Den besuchten wir am folgenden Vormittag. Das Innere des Kuppelbaus und seine pompöse künstlerische Ausgestaltung, die Grablege preußischer Herrscher in der Krypta und ein Rundgang in der Höhe der Kuppel belohnten unseren Besuch. Von dort oben gab es eine wunderbare Aussicht auf das historische Zentrum der Stadt mit Schoss und Museumsinsel in der Spree. Der Nachmittag galt eigenen Unternehmungen, und am Abend konnten wir von unseren Entdeckungen erzählen.
Am Vormittag des letzten Aufenthaltstages lernten wir das Alliiertenmuseum mit der Ausstellung „Wie aus Feinden Freunde wurden“ kennen, eine in der Thematik sehr kompetente Dame führte die Gruppe. Der Nachmittag war wieder der eigenen Initiative überlassen: Botanischer Garten, Museen, Kirchen wie die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Großstadttreiben bei herrlichem Wetter, niemand langweilte sich. Ja die Zeit war viel zu kurz.
Am Donnerstag, dem 30.08., stand leider schon die Rückreise an. Wie geplant erreichten wir fast störungsfrei die Heimat. Wir hatten abwechslungsreiche Tage verbracht. Verbleibt den Teilnehmern, noch einen Dank an die Organisatoren auszusprechen: Bernhard und Dorothee.